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Pulverbeschichtung auf Stahl in der Architektur – langfristig eine gute Lösung

Im August 1996 begann die ENVIRAL® Oberflächenveredlung GmbH in Niemegk im Großraum Berlin-Brandenburg mit der Pulverbeschichtung für Bauteile aus Aluminium, Stahl und verzinktem Stahl. Seither wurden das Leistungsangebot und die Produktionskapazitäten kontinuierlich erweitert und unzählige Bauteile für einen wachsenden Kundenstamm mit Pulverlack beschichtet.

Doch nicht nur aktuellen Projekten und Bauvorhaben gilt das Interesse des Beschichtungsbetriebes. Vielmehr werden Bauvorhaben, die in geografischer Nähe liegen, in unterschiedlichen zeitlichen Abständen aufgesucht und deren Pulverbeschichtung auf ihre Qualität und "Standfestigkeit" hin überprüft, so z. B. ein Objekt, das 1997 als eines der ersten beschichtet wurde: ein Wohngebäude in Berlin-Friedrichshain, Zechliner Straße (Foto: www.enviral.de → Referenzen, Rubrik "Architektur"). Für dieses Bauvorhaben wurden Fenster- und Türelemente aus Stahl und verzinktem Stahl sowie Aluminiumprofile in RAL 9010 beschichtet. Die Beschichtung der Stahlelemente, damals noch ein Novum und "absolute Ausnahme", wurde zweischichtig, d. h. bestehend aus Grundierung und Deckbeschichtung (nach chemischer bzw. strahltechnischer Vorbehandlung), die der Aluminiumprofile einschichtig ausgeführt. Wie die Begutachtung der beschichteten Bauteile ergab, haben in den 14 Jahren Standzeit des Objektes verschiedene Faktoren und Einflüsse auf das Gebäude sowie auch auf die pulverbeschichteten Oberflächen der Bauteile eingewirkt. Dabei fielen neben den üblichen Spuren täglichen Gebrauchs und ständiger Witterungseinflüsse – sichtbar an mechanischen Beschädigungen, wie kleinen Kratzern und Abschürfungen, sowie erkennbar am sukzessiven Verlust von Glanz und Reflexionsfähigkeit der beschichteten Oberflächen – einige markante Bereiche ins Auge. An der Dachschräge sowie im Bereich der verglasten Hausecke fielen z. B. besonders stark verschmutzte Regionen auf, die ein Indiz für mangelnde bzw. sogar falsche Reinigung der beschichteten Elemente sein können. Werden pulverbeschichtete Bauteile nicht regelmäßig gereinigt, setzen sich Schmutz und u. U. sogar Flechten und Moose auf der Oberfläche fest. Derartige Verunreinigungen bieten gute Voraussetzungen für das Durchdringen der Beschichtung mit Feuchtigkeit: Im anhaftenden Schmutz kann sich z. B. Niederschlagswasser länger halten als auf sauberen Flächen und bekommt somit die Möglichkeit, durch die Pulverbeschichtung zu diffundieren. Flechten und Moose sondern zudem chemische Verbindungen in ihre Umgebung ab, die die Pulverbeschichtung angreifen und für das Eindringen von Feuchtigkeit empfänglich machen. Andererseits kann auch falsche Reinigung zu einer Schwächung der Pulverlackoberflächen führen: Eine abrasive, d. h. mit zerkratzenden Mitteln ausgeführte Reinigung führt zu einer mechanischen Beschädigung der Oberflächen. An diesen beschädigten Stellen haben Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse "leichtes Spiel", in die Beschichtung einzudringen. Trotz verschmutzter bzw. angegriffener Oberflächen weist die Pulverbeschichtung eine gute Haftung zum Bauteiluntergrund auf, deutlich erkennbar am Fehlen von Abplatzungen der Farboberflächen. Darüber hinaus sind im hochbeanspruchten Eingangsbereich sehr viele mechanische Beschädigungen der Pulverbeschichtung in Form von Kratzern und Schrammen erkennbar. Jedoch führten diese Beschädigungen nicht zur Ablösung der Pulverbeschichtung. Auch die im Übergangsbereich zum Straßenpflaster und im Pflastersand befindlichen Bauteilbereiche der Eingangstür zeigen keine derartigen Zerstörungen der Beschichtung. Damit kann ENVIRAL® für das Objekt in der Zechliner Straße mit Stand 2010 festhalten, dass die Haftung der Pulverbeschichtung auf den Bauteilen auch nach 14 Jahren Standzeit des Gebäudes sehr gut ist. Die festgestellten optischen Beeinträchtigungen der beschichteten Oberflächen sind sowohl auf eine natürliche Alterung durch UV-Strahlung und Bewitterung, nebst dem damit einhergehenden sukzessiven Verlust des Glanzgrades, oder auf mechanische Beschädigungen zurückzuführen. Alle diese Einflüsse zeigen jedoch bis dato keinen negativen Einfluss auf die Haftung des Pulverlackes.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3514
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016