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Schalkonzept für eine Tiefgaragendecke

Mit dem Neubau einer 450 Stellplätze bietenden Tiefgarage am Kurfürstlichen Schloss in Koblenz wurde die Umgestaltung der Schlossstraße zu einer attraktiven Fußgängerzone eingeläutet. Die Arge Pretzer/Deisen aus Koblenz erstellte das 100 m lange und ebenso breite Bauwerk.

Größte Herausforderung beim Bau der eingeschossigen Tiefgarage war die extrem knappe Bauzeit. Harsco Infrastructure entwickelte ein durchgängiges Schalkonzept – in enger Abstimmung mit Architekt und Statiker. Insbesondere die Deckengeometrie mit einem relativ engen Raster aus jeweils 100 m langen Unterzügen (1,20 m bzw. 1,30 m breit und 1 m hoch) verlangte nach einer besonderen Herstellungslösung. Deshalb entwickelten die Schalungsplaner eine maßgeschneiderte Sonderlösung, die eine besonders zeit- und kostensparende Vorgehensweise bei der Deckenherstellung versprach. Als Basis für die Unterzugschalung dienten Systemtafeln des kranunabhängigen Rasto/Takko-Systems. Auf der Baustelle wurden die Tafeln zu 3,90 m bzw. 5,40 m langen, absenkbaren Tischen mit klappbarer Seitenschalung montiert. Die konnten innerhalb der Garage ohne jede Kranhilfe zügig mit einem AluTop-Verfahrwagen von einer Einsatzstelle zur nächsten bewegt werden. Das normalerweise bei Unterzügen problematische Ausschalen nahm dadurch extrem wenig Zeit in Anspruch. Innerhalb eines Tages konnten vier Personen ca. 100 lfm Unterzugschalung umsetzen und 50 m davon bereits wieder ausrichten. Als zusätzlicher Beschleuniger fungierte beim Bau der Einsatz der trägerlosen Topec-Schalung, die die Unterzugschalung perfekt ergänzte. Denn mit jeweils zwei Topec-Großtafeln (1,80 m x 1,80 m) ließ sich exakt die Deckenfläche zwischen den regelmäßig verlaufenden Unterzügen einschalen. So konnten die Bauarbeiten an der Tiefgaragendecke ohne Kranzeiten und stets vom sicheren Boden aus ablaufen. Um die Vorhaltemenge an eingesetzter Schalung möglichst niedrig halten zu können, aber auch um möglichst viel Freiraum in der Garage zu erhalten, hatte die Schalungsplanung bereits frühzeitig ein eng mit dem Statiker abgestimmtes Konzept für die Notunterstützung entwickelt – eine Maßnahme, die sich ebenfalls durch ungehinderten Baufortschritt und niedrige ¬Materialkosten auszahlte. Von der Unterzugschalung wurden beispielsweise lediglich 250 lfm benötigt.

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    3499
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    10.03.2016