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Schöck beweist Vielseitigkeit beim Olympischen Dorf 2012

Ein entscheidender Aspekt in der frühen Planungsphase des Olympischen Dorfes war die langfristige Vermeidung von Wärmebrücken an kritischen Punkten. Das "Legacy Regeneration Programme" beinhaltete, dass die Gebäude des Olympischen Dorfes nach den Olympischen Sommerspielen 2012 umgewandelt und wiederverwendet werden konnten, beispielsweise als Wohnviertel. Hieraus ergaben sich sehr hohe Ansprüche an die festgelegten Baustandards und die Qualität des eingesetzten Materials. Mittlerweile (Stand Juni 2013) entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Olympischen Dorfes das East Village, ein großes Wohnviertel in Stratford. Es werden 2.818 neue Wohnungen entstehen, von denen 1.379 zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden. Außerdem wird es dort eine Schule, ein Gesundheitszentrum, Büros und Geschäfte geben. Dazwischen liegen Gärten, Parks, Gemeinschaftsbereiche - und sogar Wasserspiele, um die Nähe des Flusses Lea zu unterstreichen.

Das Olympische Dorf bestand aus 11 Blöcken mit jeweils sechs bis acht einzelnen Gebäuden, welche acht bis zwölf Stockwerke besaßen. Den meisten Raum nahmen die Wohnungen für die 17.000 Athleten und Funktionäre ein, die aus mehr als 200 Ländern der Welt angereist waren. Bei ca. 10.000 thermisch getrennten Baukörperanschlüssen bot sich für Schöck die ideale Gelegenheit, die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten seiner Isokorb Reihe für tragende Wärmedämmelemente zu demonstrieren.

Im Verlauf des gesamten Bauprojekts wurde bei Podestplatten und vorgegossenen Balkonelementen der Isokorb Typ K für Beton-Beton-Anschlüsse verwendet. Die Sicherung der Wintergartenbalkone war eine Herausforderung und bedurfte einer Kombination von Typ KST, Typ QP und Schöck Schwerlastdorn SLD. Überall auf der Baustelle kamen die Typen Isokorb Typen KS14 und KS20 für Stahl-Beton-Anschlüsse zum Einsatz, um die verschiedenen Betonstrukturen mit den Stahlbalkonen zu verbinden.

Einige der Stahlbalkone besitzen eine Auskraglänge von ca. zwei Metern und hier stellten in den meisten Fällen KS20 Einheiten die ideale Lösung dar. An einigen Stellen, wie beispielsweise Betonrandträgern, mussten die Bewehrungsstäbe an die Gegebenheiten angepasst werden und zu diesem Zweck wurden spezielle KS14 Module eingesetzt.

Die ungewöhnlichen, "T-förmigen" Wintergartenbalkone waren besonders anspruchsvoll, da die Betonplatten des Wintergartens zwei Gebäudeblöcke umfassen sollten. Das entspricht einer Länge von ca. sieben Metern und ist sehr außergewöhnlich. Daher war es wichtig, mit einer Kombination aus Isokorb Typ QP auf der einen und Schwerlastdornen auf der anderen Seite den Betonplatten Bewegungsfreiheit einzuräumen. Es bedurfte außergewöhnlich starker, thermisch getrennter Stahl-Beton-Anschlüsse und normalerweise würde die Wahl hier auf Isokorb Typ KS fallen. In diesem Fall überstiegen die hier wirkenden Kräfte allerdings sogar das Leistungsvermögen der KS Einheiten und es musste eine KST Konfiguration in Kombination mit einem speziell entwickelten Stahlbügel entworfen werden.

Im Erdgeschoss und im ersten Stock erforderten die großen Plattenteile eine große Zahl an thermisch getrennten Beton-Beton-Anschlüssen. An einigen Stellen kam es aufgrund der großen Ausmaße der Betonplatten zu thermischen Bewegungen, die das Leistungsvermögen von Isokorb überstiegen. Daher kamen stattdessen SLD Schwerlastdorne zum Einsatz.

Sämtliche Isokorb® Module mit thermischer Trennung besitzen eine BBA-Zertifizierung und LABC-Registrierung, wobei die Produktreihe die britischen Vorschriften (BRE IP1/06) weit übertrifft. Laut dieser Vorschriften muss der zur Angabe des Kondensationsrisikos verwendete Temperaturfaktor (fRSI) bei Wohnungen, Wohngebäuden und öffentlichen Gebäuden gleich oder größer als 0,75 sein. Außerdem wird dem Standardbewertungsverfahren der britischen Regierung SAP 2009 (Standard Assessment Procedure) für CO2-Emissionen von Gebäuden bzw. Wärmeverluste durch nicht wiederkehrende Wärmebrücken entsprochen. Hier können die Energieverluste in verschiedenen Anschlusssituationen aufgrund der Lambda-Werte des Schöck Isokorbs® um ganze 84 bis 91 % verringert werden.

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Referenzen

Greenwich, London, England, Großbritannien, Europa - Stratford, Newham, London, England, Großbritannien (2012)

Bauwerkskategorien

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7028
  • Erstellt am
    14.11.2013
  • Geändert am
    30.01.2016
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