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Seile von FATZER für das Maracana-Stadion

Mit dem Know-how aus knapp 180 Jahren Seiltechnik werden bei FATZER Kundenwünsche fachmännisch analysiert und individuelle Lösungen im Seilbau projektspezifisch umgesetzt. Die hochfesten Stahlseile ermöglichen z.B. imposante und leichte Stadien-, Hallendach- und Membrandachkonstruktionen bei minimalem Materialeinsatz. Für den Umbau des "Estádio do Maracanã" in Rio lieferte der Schweizer Seilspezialist die Tragseile der neuen Dachkonstruktion.

Als die Fifa im Oktober 2007 Brasilien den Zuschlag für die Fussball-WM 2014 erteilte, galt Rio als sicherer Anwärter für den Austragungsort des Finals unter den 12 WM-Städten. Das Maracanã-Stadion wurde hierfür für knapp 316 Mio. € umgebaut. Das neue Dach ist die "Krone" des Bauwerks. Die ausgeklügelte Konstruktion wird von konfektionierten Seilen der Firma Fatzer getragen. Insgesamt wurden rund 25 km offene und vollverschlossene Spiralseile mit Durchmessern von 14 bis 110 mm hergestellt, 700 Endverbindungen vergossen und 2112 Endverbindungen verpresst.

Das schwerste Einzelseil ist Teil des 580 m langen, sogenannte Zugrings im Inneren des Daches. Es hat eine Länge von 145 m und einen Durchmesser von 110 mm und wiegt etwa 11 t. Das leichteste Seil wiegt lediglich 8 kg bei einem Durchmesser von 14 mm und einer Länge von 2.5 m. Der mit rund einem Meter größte Gabelkopf wurde für die 95 mm Radialseile verwendet. Er wiegt ca. 390 kg und dient dem Anschluss der Radialseile an die Ringseilkonnektoren.

Gleich 60 solcher Konnektoren mit 1,7 t Einzelgewicht wurden zur Fixierung der 6 Ringseile eingesetzt. Sie wurden vor Ort in einem 1:1 Test mit rund 900 t geprüft, um die im Bauwerk auftretenden Belastungen zu simulieren.

Alle Seile wurden nach den technischen Anforderungen des Tragwerksplaners hergestellt, konfektioniert und durch unabhängige Prüfinstitute begutachtet. Alle Endverbindungen der vollverschlossenen Seile wurden zum Schutz vor Korrosion und Witterungseinflüssen mit einem Farbanstrich versiegelt. Insgesamt wurden rund 1.000 t Stahl für die Dachkonstruktion verarbeitet, wovon sich 695 t auf die Seile und 288 t auf die Fittinge und Gussteile verteilen.

Nicht nur die vielen tausend Fußballfans zieht dieses Stadion an, sondern auch der Schweizer Bundesrat Hr. Johann Schneider-Ammann hat das Stadion bereits mit großem Interesse im Rahmen eines persönlichen Besuchs bewundert.

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Referenzen

Rio de Janeiro, Rio de Janeiro, Brasilien (1950)

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7148
  • Erstellt am
    06.06.2014
  • Geändert am
    04.11.2015