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Sicherheit und Komfort – KNX verbindet Welten

Die auf der Bau 2013 in München vorgestellten neuen Produkte der Firmen Gira und STG-BEIKIRCH zeigen erstmals die Möglichkeit, in den sicherheitsrelevanten Applikationen von KNX-basierten Systemen der Gebäudeautomation den Komfortnutzen von Gira mit der Sicherheitstechnik von STG-BEIKIRCH zu verbinden.

Bisher waren es zwei Welten, die nebeneinander existierten: Auf der einen Seite die Welt der Gebäudeautomation im nicht sicherheitsrelevanten Bereich kleinerer Gebäude, meist Wohnraum mit gehobenem Niveau, eingesetzt für Lüftung, Audio, Video, Licht, Heizung und Beschattung, steuerbar mit einfach zu bedienenden Endgeräten und eleganten Benutzeroberflächen, optimal geeignet für den Privatanwender. Auf der anderen Seite die sicherheitsrelevante Gebäudeautomation u. a. für Rauch- und Wärmeabzug (RWA) sowie Brand- und Einbruchmeldung auch in größten Dimensionen, so beispielsweise in Versammlungsstätten, wie der Schalke Arena oder der Konzerthalle für den Europäischen Songcontest in Baku, aber auch in Schulen und Kongressgebäuden. Die gesamte Installation entspricht den geltenden Normen, Vorschriften und Prüfungen, wie z. B. DIN/EN 12101-9/10 und ist i. d. R. in die übergeordneten Zentralen der Gebäudeleittechnik integriert und dementsprechend komplex in der Programmierung und Bedienung.

Einfache und komfortable Lösung

Die Kooperation der Profis in Sachen intelligenter Gebäudesystemtechnik Gira mit dem führenden Hersteller im Bereich Fensterautomation, RWA und Lüftung ergab eine einfache und komfortable Lösung für die Verbindung der zwei Welten. Dank eines KNX-Interface-Moduls für die Modulzentrale MZ2 von STG-BEIKIRCH wird diese mit dem Gira HomeServer oder FacilityServer per KNX-Bus verbunden.

So können die beiden Steuerzentralen Informationen austauschen und die ihnen zugedachten Aufgaben optimal erfüllen. Die Modulzentrale MZ2 übernimmt dabei die Steuerung und Kontrolle der natürlichen Lüftung, aber auch der sicherheitsrelevanten Bereiche wie RWA und Brandschutz. Die Gira HomeServer oder Gira FacilityServer werden dagegen ausschließlich zur Steuerung und Kontrolle für Anwendungen im nicht sicherheitsrelevanten Bereich eingesetzt, wie Licht, Heizung, Audio oder Video.

Elegante und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche

Die Firma Gira hat ihrerseits zu der Kooperation eine Ergänzung zu ihrer Gira Server App vorgestellt. Die für iOS geeignete Software bietet nun dem Anwender eine elegante und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, von der sowohl die Anwendungen der Home- und FacilityServer als auch der Modulzentrale MZ2 profitieren. Die auf iPod, iPhone und iPad lauffähige Applikation verbindet sich innerhalb des Gebäudes mit dem Gira Server via WLAN, außerhalb kann eine Verbindung weltweit über GSM und UMTS hergestellt werden.

Die Gira Server App enthält neben den bisherigen Funktionen dank der Kooperation nicht nur die Visualisierung der Fensterautomation für die natürliche Be- und Entlüftung, sondern auch die Steuerung zum Öffnen und Schließen der Fenster und Dachlichter im Normalbetrieb. Sobald jedoch eine sicherheitsrelevante Situation eintritt, übernimmt die Modulzentrale MZ2 übergeordnet die gesamte Steuerung der Haustechnik und steuert die Rauch- und Wärmeabzugsanlage autark. Die App wird in diesem Fall weiterhin zur Visualisierung der RWA genutzt, so dass man schnell einen Überblick über die aktuelle Situation im Gebäude bekommt und entsprechende Vorkehrungen treffen kann.

Umfangreiches Angebot an KNX-basierten Komponenten

Damit wird auch die RWA und ein zuverlässiger Brandschutz erstmals mit Hilfe einer einfachen, leicht verständlichen Benutzeroberfläche visualisiert und in ein für Facility Manager und Endanwender geeignetes System eingebunden, ohne dass die Einhaltung sicherheitsrelevanter Normen und Vorschriften dadurch gefährdet wäre. Noch eine weitere Brücke wurde mit den neuen Komponenten gebaut: die Anbindung des weit verbreiteten KNX-Protokolls an nicht sicherheitsrelevante Funktionen von RWA-Systemen.

Das umfangreiche Angebot an KNX-basierten Komponenten kann nun für Komfortanwendungen auch für die Fenster- und Fassadenautomation verwendet werden, auch hier bleiben die Prüfungen nach DIN/EN, VdS usw. unberührt, da damit nicht in sicherheitsrelevante Abläufe eingegriffen wird.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    6374
  • Erstellt am
    01.07.2013
  • Geändert am
    23.09.2014