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Software für die WM-Stadien in Südafrika

Nur wenige der 46000 Zuschauer im Stadion oder der Millionen Fans vor dem Fernseher der Fußball-WM in Südafrika werden sich darüber Gedanken gemacht haben, wie komplex die Konstruktion des Nelson Mandela Bay Stadions ist, das – mit den anderen Stadien – Kulisse für den Showdown der Fußball-Superstars abgab. Die Konstruktion ist so komplex, dass sie nicht ohne den Einsatz von Tekla Software realisiert werden konnte.

Von den zehn Arenen des populärsten Sportereignisses der Welt wurden drei mit Hilfe der BIM-(Building Information Modeling)Software Tekla Structures 3D geplant: Zwei der fünf neu errichteten Stadien, das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth und das Mbombela Stadion in Nelspruit sowie das Royal Bafokeng Stadion in Rustenburg, wo Tekla Structures bei der Modernisierung der Arena zum Einsatz kam.

Die größte Herausforderung: Die Dachkonstruktion

Alle Stadien, die für die WM errichtet wurden, sind hervorragende Entwürfe. Aber das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner großartigen Dachkonstruktion überragt alle anderen. Es wurde dieses Jahr fertiggestellt und war Schauplatz eines Halbfinales sowie des Spiels um Platz Drei. Die originelle Dachkonstruktion aus teflonbeschichtetem Fiberglas wird von 36 Stahlträgern getragen. Das Gewicht der bogenförmigen Träger, die die futuristische Konstruktion stützen, beträgt fast 2500 t. "Eines der interessantesten Teile des Projekts ist der Zugring. Um das 3D-Modell zu erstellen, mussten wir das Modell duplizieren und die Biegung simulieren, damit der Ring nach der Errichtung der Träger optimal angepasst werden konnte", sagt Daniel Barbeau von CadMax, dem verantwortlichen Unternehmen für das Information Modeling. Die Komplexität der Konstruktion stellte die kanadischen Stahlkonstrukteure von CadMax und die verwendete Tekla Structures Software vor eine harte Probe. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die nahtlose Einordnung und Abstimmung der über 4200 Zeichnungen dar, die von den Projektpartnern für die Errichtung des Stadions benötigt wurden. Das für die Entwicklung der Membran und die Verbindungen zuständige Unternehmen Birdair befindet sich in Buffalo in den USA, die Stahlkonstrukteure von CadMax sitzen in Québec, Kanada, die Hersteller der Bauteile kommen aus Kuwait, die Statiker aus Deutschland und die Bauunternehmer aus Südafrika. Trotz des engen Zeitplans war das Stadion bereits im Sommer 2009 fertiggestellt – lange vor der WM. Das CISC (Canadian Institute of Steel Construction) in Québec zeichnete die Stahlkonstruktion des Nelson Mandela Bay Stadions von CadMax als bestes Projekt des Jahres 2009 außerhalb Québecs aus.

BIM Software – der Schlüssel zum Erfolg

Auch für die Modernisierung des Royal Bafokeng Stadions wurde Tekla Structures eingesetzt. Die Entwürfe für das Stadion mit 44530 Sitzen stammen vom südafrikanischen Unternehmen Pinnacle Projects. "Während einer der zahlreichen Baustellenbesichtigungen sagte uns der Auftraggeber, dass er die Konstruktion ohne das 3D-Modell niemals hätte realisieren können", erzählen Tommy Mulherron und Oscar van Rensburg von Pinnacle Projects. Zu den besonderen Vorzügen von Tekla Software zählen nach Meinung von Tommy Mulherron vor allem die präzise Kalkulation der anfallenden Baumaterialmengen und ein absolut fehlerfreier Herstellungsprozess für die Bauteile, auch dank der äußerst exakten Modellzeichnungen. Ob in der Stahlfabrik oder auf der Baustelle – es konnte immer auf die gleichen Entwürfe zurückgegriffen werden. Zudem war das Projektmanagement dank der BIM-Software immer auf dem neuesten Stand über alle Fortschritte des Bauvorhabens. Das Southern African Institute of Steel Construction zeichnete die Modernisierung des Royal Bafokeng Stadions inzwischen als bestes Projekt in der Kategorie Technik aus. Das dritte Stadion, das mit Tekla Structures geplant wurde, ist das Mbombela Stadion in Nelspruit, das 43589 Zuschauer fasst. Das Stadion wurde vom südafrikanischen Unternehmen Mondo Cané entworfen, das die BIM-Software bereits seit 1999 verwendet. Der Entwurf wurde über das Internet mit dem Tekla Web Viewer veröffentlicht und konnte so stets von Planern, Architekten, Teilkonstrukteuren und Herstellern gleichzeitig genutzt werden. Die Stahlkonstruktion des Stadions wiegt fast 1500 t, 90 % der Struktur besteht aus Stahlröhren, die eine besonders exakte Formgebung erfordern.

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Nelspruit, Mpumalanga, Südafrika (2009)

Port Elizabeth, Ostkap, Südafrika (2009)

Rustenburg, North West, Südafrika (1999)

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    3555
  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    18.01.2017