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Spundwand-Kaimauer des JadeWeserPort durch Injektion erfolgreich abgedichtet

Norderstedt/Wilhelmshaven, im November 2013. Aufgrund von Schwierigkeiten, die beim Rammen der bis zu 40 m langen Spundwand-Elemente auftraten, zeigten sich beim späteren Ausbaggern des Hafenbeckens regelmäßig geöffnete Spundwandschlösser. Diese Öffnungen hatten zur Folge, dass bei Wellenschlag und Tiedenhub der zuvor aufgespülte Sand aus der Kaikammer ausgetragen wurde. Dieses Problem wurde durch die Frühjahrs- und Herbststürme noch intensiviert.

Der ausgeschwemmte Sand sammelte sich vor der Spundwand und hätte langfristig den anlegenden Schiffsverkehr beeinträchtigen können. Permanente Baggerarbeiten wären hier als unterhaltende Maßnahmen nötig geworden. Zudem wurde die Standsicherheit der gesamten Spundwandanlage, sowie der tragenden Pfeiler der Kaiplatte, dadurch zunehmend in Frage gestellt.

Schwierige Bedingungen

Als Sofortmaßnahme hatte sich die ausführende ARGE für eine Stabilisierung und Verklebung des Sandes, mittels einer Tiefeninjektion, landseitig, hinter der Spundwand, entschieden. Als problematisch zeigte sich die Zugänglichkeit unter die Kaiplatte. So standen hier nur Durchtrittsöffnungen von lediglich 80 x 80 cm zur Verfügung. Die Verwendung von konventionellen Bohrlafetten war ebenfalls nicht gegeben, da die unterhalb der Kaiplatte gelegene "Entlastungskammer" mit Wasser gefüllt ist und somit nur ein Arbeiten von Boot aus erlaubte.

Es blieb nur die Möglichkeit, mittels Manschetten-Rammlanzen das Injektionsgut in bis zu 18 m Tiefe zu verpressen. Zur vollständigen Sättigung und Verfestigung des Sandes wurden 3 Rammlanzen pro Spundwandkammer vorgesehen. Als Injektionsmittel kam einzig ein extrem niedrigviskoses Polymeth-Acrylatgel in Frage. Zusätzlich musste auch die Frage der Umwelthygiene berücksichtigt werden. Das von der TPH Bausysteme GmbH hergestellte Acrylatgel "RUBBERTITE" besitzt die DIBt-Zulassungen für eine Schleierinjektion und konnte so bedenkenlos eingesetzt werden.

Der verfestigte und stabilisierte Sand trat nicht mehr aus den Spundwandschlössern der 1725 m langen Kaimauer aus. Durch die Injektion wurden darüber hinaus die Spundwandschlösser durch das gummielasischen Acrylatgel dauerhaft verschlossen.

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  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7041
  • Erstellt am
    09.01.2014
  • Geändert am
    03.09.2014