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Textile Dach-/Fassadenkonstruktion für das neue WM-Stadion „Arena da Amazonia“

Für das neue WM-Stadion in Manaus montierte das deutsche Traditions­ unternehmen CENO Membrane Technology in nur 4 Monaten die spektakuläre Dach-­ /Fassadenkonstruktion mit einer Gesamtfläche von 32.000 m². Es ist dies ein weiteres Referenzprojekt, das vom Unternehmen auf diese Weise ausgeführt wird.

"Wir haben mehr als zwei Jahre um den Auftrag gekämpft und den Kontakt zum Generalunternehmer Construtora Andrade Gutierrez S.A. intensiv gepflegt. Durch die hohe Qualität unserer Leistungen und vor allem wegen unserer Termintreue bei unseren bisherigen Projekten haben wir uns gegen fünf internationale Mitbewerber durchsetzen können", so Wolfgang Rudorf-Witrin, der CENO-Geschäftsführer. Dank vieler Referenzen im Stadionbau, z. B. das größte mit 50.000 Sitzplätzen für Fenerbahce Istanbul, verfügt Ceno Tec über umfangreiche Erfahrung.

Die neue "Arena da Amazonia" ist 240 × 200 m groß und 35 m hoch. Für 45.000 Zuschauer konzipiert, liegt das Stadion direkt an der zentralen Verkehrsachse, die den Flughafen mit der Innenstadt verbindet. Integriert in einen Sportpark, der auch ein Sambadrom, Leichtathletikanlagen, Mehrzweckhallen und ein Schwimmzentrum beinhaltet, bietet die Arena ideale Voraussetzungen für professionelle und lokale Sportereignisse und Events.

Aufwändiges Stahltragwerk

Das Stadion besteht aus einem aufwändigen Stahltragwerk. Riesige Kragarme aus Stahlhohlkastenträgern, die sich gegenseitig aussteifen, dienen gleichzeitig als große Regenrinnen, um die enormen Wassermassen der tropischen Niederschläge aufzunehmen. Angesichts des heißen und feuchten Klimas am Amazonas geht das Dach in eine Fassade über, die auch die Zuschauerumgänge und Vertikalerschließungen verschattet. Die im Zusammenspiel mit den Fassadenöffnungen entstehende natürliche Ventilation fördert ein angenehmes Mikroklima.

Das gesamte Dach-Fassaden-Tragwerk ist mit 252 Membran-Elementen aus einem sehr hochwertigen Glas-Gewebe mit PTFEBeschichtung verkleidet. Die Membranoberfläche beträgt ca. 32.000 m². Aufgrund der komplexen Ausgestaltung der Details wurden für die 32.000 m² Membran-Oberfläche um die 52.000 m² Material verarbeitet. Rudorf-Witrin: "Die größten Herausforderungen bei diesem Projekt waren die geringen Maßtoleranzen bei den 252 Feldern, die passgenau in Greven vorkonfektioniert werden mussten. Die Logistik war aufgrund des langen Transportwegs ins Landesinnere enorm herausfordernd und die Montage wurde durch die Regenzeit erschwert."

Planer ist das international renommierte Büro gmp-Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Für die Ingenieurleistungen steht das Büro Schlaich-Bergermann und Partner (SBP) aus Stuttgart. Auftraggeber ist die portugiesische Stahlbaufirma "Martifer", mit der CENO schon einige Architekturprojekte in Portugal umgesetzt hat sowie der Generalunternehmer Andrade Gutierrez, eine der größten Baufirmen Brasiliens.

Hohe Wertschöpfung

Ceno Geschäftsführer Rudorf-Witrin setzt dennoch nicht nur auf den Stadien-Markt. Das Unternehmen gehört weltweit zu den führenden Anbietern textiler Überdachungen. Stadionüberdachungen sind in der Regel Aushängeschilder für die Unternehmen und daher stark umkämpft. Die Produktbandbreite des Unternehmens erlaubt es, Stadion-Projekte nicht um jeden Preis zu holen. Man ist auch bei ETFE-Folienbauten sehr aktiv und hat damit den für sich relevanten Markt wesentlich erweitern können, und aus der eigenen Konfektion ergibt sich im Membranbau eine sehr hohe Wertschöpfung.

Textile Überdachungslösungen liegen preislich zwar über einer herkömmlichen Blechlösung, bringen aber durch die attraktive Formgebung und hohe Lichtdurchlässigkeit erhebliche Vorteile.

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Referenzen

Manaus, Amazonas, Brasilien (2014)

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7137
  • Erstellt am
    20.05.2014
  • Geändert am
    31.01.2016