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Tiefgarage am Alex in Berlin

Mit einem Festakt wurde am 26. November 2010 die Tiefgarage "Am Alexanderplatz" in Berlin feierlich eröffnet. Mit diesem Infrasturkurprojekt ist "ein weiterer Abschnitt im Gesamtkonzept für die städtebauliche Entwicklung der Mitte Berlins vollendet", so Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft öffnete das von der WÖHR + BAUER GmbH errichtete und von der Q-Park GmbH betriebene Großprojekt im Zentrum Berlins seine Tore. Mit viel technischem Know-how wurde unter der weiten Fläche zwischen dem Hotel Park-Inn und Ministerien in drei Jahren Bauzeit eine hochmoderne Vorzeige-Garage realisiert. Auf drei Ebenen finden Autofahrer 650 Pkw-Stellplätze in hellen und übersichtlichen Parkzonen. Die Helligkeit beträgt 100 Lux. 1800 Einfahrten pro Tag erwartet der Betreiber in der Anfangsphase. Drei Treppenhäuser sorgen für kurze Wege zum geparkten Auto und reichen bis zu 12 m unter die Erde. Die Tiefgarage ist der optimale Ausgangspunkt für Shopping und Sightseeing im Zentrum der Metropole. Neben den obligatorischen Parkplätzen für Frauen, die besondere Sicherheitsvorkehrungen bieten, stehen für Personen mit Handicap extrabreite Parkflächen zum bequemen Ein- und Aussteigen zur Verfügung. Die neue Q-Park Tiefgarage ist 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet.

Baufeld mit Geschichte

Die Fertigstellung der Tiefgarage wurde während der dreijährigen Bauzeit immer wieder durch historische Funde und sich anschließende Ausgrabungen unterbrochen. So entdeckte man unter dem Asphalt der Alexanderstraße u. a. einen 1708 gegründeten Friedhof und 7 m lange und bis zu 1,6 m hohe Mauerreste zweier Exerzierhallen aus der Zeit Friedrich des Großen von 1769 sowie eine spätere vom Architekten David Gilly von 1799/1800. Zeitweise waren 35 Archäologen im Einsatz. Auf den seit 200 Jahren "vergessenen" Friedhöfen St. Marien und St. Nikolai konnten 926 Bestattungen identifiziert werden.

Vorzeigebauwerk der Spezialisten

Das Baufeld am Alexanderplatz war 228 m lang und bis zu 45 m breit. 44 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 800 mm wurden in den Boden gerammt. Die eingesetzten Schlitzwände bedecken insgesamt 8400 m². Durch den Bau der Tiefgarage entstanden 80000 m³ umbauter Raum – das Hotel Park-Inn würde bequem darin Platz finden. Die Garage ist ein Tiefbauwerk der Superlative. Auf einer Länge von ca. 228 m und einer Breite von bis zu 45 m wurde für ein möglichst freies Raumgefühl weitgehend auf Pfeiler verzichtet – 15 m stehen die Pfeiler i. d. R. von den Außenwänden entfernt. Die LKW-Rampe im Bereich Ost ist 80 m lang und sichert künftig eine komfortable Anlieferung. Trotz der sechsspurigen Bundesstraße, die künftig über der Tiefgarage entlang führt, konnte mit der hochmodernen Bauweise eine maximale Spannweite von 16 m realisiert werden. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei ca. 32 Millionen €, die komplett durch den Investor Q-Park finanziert wurden. Das Infrastrukturprojekt kann der lang erwartete Startschuss für die weitere städtebauliche Entwicklung sein. Rund um den Alexanderplatz sollen nach den Plänen des Architekten Hans Kollhoff bis zu zehn 150 m hohe Wolkenkratzer in den Himmel ragen – das Baurecht ist vorhanden. WÖHR + BAUER und Q-Park sind sich der Schlüsselfunktion ihres Projektes bewusst. So wurden die baulichen Voraussetzungen für die unterirdische Anbindung der Immobilien geschaffen. Auch der Lieferverkehr konnte unterirdisch abgewickelt werden. Die Autofahrer steuern unkompliziert über zwei Einfahrtsrampen auf dem Mittelstreifen der Alexanderstraße in das moderne Parkobjekt. Als Ansprechpartner vor Ort unterstützen qualifizierte Q-Park-Mitarbeiter die Kunden rund um die Uhr bei allen Belangen rund ums Parken. Der Betreiber bietet Kunden in seinem neuen Vorzeigeobjekt zusätzliche Services wie kostenlosen Verleih von Kinderbuggies für den Stadtbummel, kostenlosen Regenschirmverleih oder Schuhputzautomaten – um nur einige praktische Extras zu nennen. Das neue Q-Park-Objekt, das in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin umgesetzt wurde, entlastet deutlich die Parkplatzsituation im Zentrum der Hauptstadt. Der historische Alexanderplatz gewinnt durch die komplette Umgestaltung der Alexanderstraße zur begrünten Flaniermeile erheblich an Attraktivität.

Referenzen

Berlin-Mitte, Mitte, Berlin, Deutschland (2010)

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  • Erstellt am
    30.04.2012
  • Geändert am
    18.01.2017