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VHD: Häuser schön und sicher dämmen
WDVS auf Holzfaserbasis wählen (Teil 2)

Mit Holzfasern gedämmte Außenwände bieten für die Ausführung der Deckbeschichtung große gestalterische Freiheiten: So lassen sich wärmegedämmte Fassaden nicht anders als vollkommen ungedämmte Wände zum Beispiel mit einem mineralischen Putz oder einem Silikonharzputz beschichten, farblich in hellen bis dunklen Tönungen gestalten, mit Dekorprofilen oder Flachverblendern akzentuieren u.v.m.. Die Vielfalt des Möglichen war nie zuvor so groß wie heute, meint der Verband Holzfaser Dämmstoffe und weist auf wissenswerte Fakten hin, die die Entscheidung für das Dämmen von Gebäuden mit Holzfaserdämmstoffen erleichtern.

"Format und Dicke von Holzfaserdämmstoffen lassen sich zum Dämmen von Wohn- und Nichtwohngebäuden bedarfsspezifisch wählen. Für Planer und Architekten kommt es in der Praxis darauf an, die Vielfalt des Möglichen auch kreativ zu nutzen und in zeitgemäß gedämmte Bauwerke mit attraktiv gestalteten Dächern und Fassaden umzusetzen. Insofern ist zu begrüßen, dass sich immer mehr aufgeschlossene Baumeister für das Dämmen mit Holzfaserprodukten interessieren", sagt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal.

Überzeugende Eigenschaften

In der Tat haben Holzfaserdämmstoffe zahlreiche bemerkenswerte Eigenschaften: Zu den zentralen Schutzfunktionen, die Gefachdämmmatten und Einblasdämmstoffe aus Holzfasern ebenso wie Wärmedämmverbundsysteme auf Holzfaserbasis rund ums Jahr zuverlässig erfüllen, zählen neben dem sommerlichen Hitzeschutz auch der Schallschutz sowie der Schutz vor Transmissionswärmeverlusten und winterlicher Kälte.

Bei Holzfaserdämmplatten in Wärmedämmverbundsystemen kommen der Schutz vor Schlagregen, Hagel und anderen Wetterereignissen hinzu, mit denen sich Bauherren, Hauseigentümer und Wohnungsbesitzer heute mehr denn je konfrontiert sehen.

Feuer und Flamme für Holzfaser-WDVS

In der öffentlichen Diskussion spielt regelmäßig auch der Brandschutz eine Rolle. Anzumerken ist hierzu, dass sich kein Dämmstoff von selbst entzündet – egal, aus welchem Material er besteht. Es bedarf immer einer Zündquelle, die als Auslöser eines Gebäudebrandes zu identifizieren ist. Holzfaserdämmstoffe bilden im Brandfall äußerlich eine Verkohlungsschicht, die den Abbrand hemmt. Zudem bilden Dämmplatten aus Holzfasern keine Schmelztaschen und tropfen unter Hitzeeinwirkung im Gegensatz zu geschäumten Dämmplatten nicht ab. Vielmehr glimmen Holzfaserdämmplatten im Brandfall äußerst langsam, was eine vermeidbare Gefährdung der Einsatzkräfte der Feuerwehr deutlich reduziert und die Rettung von Personen aus brennenden Gebäuden erleichtert.

WDVS = Dämmplatte plus Beschichtung

Holzfaserdämmstoffe sind als normal entflammbar eingestuft; sie dürfen an Fassaden in den Gebäudeklassen 1, 2 und 3 verwendet werden.

Diese Klassifizierung des unbeschichteten Dämmstoffs wird der Baupraxis jedoch nur zum Teil gerecht. Denn Wärmedämmverbundsysteme sind komplexe Bauprodukte, die aus einer Dämmplatte, der Armierung und der Beschichtung bestehen. Die Dämmplatte fungiert dabei als dämmender Kern des WDVS und zugleich als äußere Trägerfläche, die fassadenseitig mit einem Putzsystem zu beschichten ist. Die Beschichtung bzw. Bekleidung ist originärer Bestandteil des WDVS und wird überwiegend als nicht brennbares Putzsystem oder als Klinkerschale ausgeführt.

Mit einem nichtbrennbaren Putz oder einer anderen feuerhemmenden Beschichtung ausgerüstet, werden Holzfaserdämmplatten den Schutzzielen der Musterbauordnung vollauf gerecht, wie die turnusmäßigen Überwachungen durch neutrale Stellen belegen. Bei kontrollierten Brandversuchen in der Brennkammer erzielen die besten Holzfaser-WDVS die Einstufung "F-90B". Das bedeutet, dass die Statik der brennenden gedämmten Wand den Flammen frühestens nach anderthalb Stunden nachgibt. Diese Zeitspanne kann als hinreichend lang betrachtet werden, um Personen aus brennenden Gebäuden zu retten.

Holzfaser-WDVS leisten mehr

Es ist allerdings erstaunlich, dass sich die öffentliche Diskussion und bisweilen auch der fachliche Diskurs über Wärmedämmverbundsysteme häufig auf Gefahrenvermeidungsaspekte beschränkt. Unbedingt erwähnenswert sind aus Sicht des VHD auch die Erfahrungen der Bewohner, die in einem Haus mit Holzfaser-WDVS Tag für Tag ein völlig neues Wohngefühl erleben. Außergewöhnlich sind dabei die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Bau- und Dämmstoffs Holz; eine Allergien auslösende Wirkung von Holzfaserprodukten ist bislang nicht bekannt. Deshalb kann es gerade für Menschen mit Allergien sinnvoll sein, Häuser aus Holz und Dämmstoffe aus Holzfasern zu wählen.

Gesünder wohnen mit Holzfasern

Zu den nachvollziehbaren Bauherrenwünschen gehört verständlicherweise auch, * erholsamen Schlaf zu finden, wann immer man will – selbst wenn man an einer vielbefahrenen Straße oder in der Nähe eines Flughafens wohnt; * Behaglichkeit zu spüren, wenn es draußen stürmisch, regnerisch und windig wird; * selbst bei größter Hitze von einem ausgeglichenen Raumklima zu profitieren, während die pralle Mittagssonne auf die Hauswand scheint. Die Aussicht auf positives Wohnerleben sollte Menschen, die die vorgenannten Wünsche teilen, neugierig machen auf Holzfaser-Wärmedämmverbundsysteme. Schließlich gelingt es mit Holzfaserdämmstoffen par excellence, im Haus ein behagliches Raumklima herzustellen.

Substanzerhalt und Wertsteigerung

Dass die Ummantelung der Fassade mit einem diffusionsoffenen Holzfaser-Wärmedämmverbundsystem auch zum Substanzerhalt des Bauwerks beiträgt, kommt als weiterer positiver Aspekt des Dämmens mit Holzfaserprodukten hinzu. In letzter Konsequenz trägt die Entscheidung für ein Wärmedämmverbundsystem auf Holzfaserbasis dazu bei, die von der Bundesregierung angestrebte Reduktion des Heizöl- und Erdgasverbrauchs voranzubringen, um die Freisetzung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 wirkungsvoll zu minimieren.

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    7224
  • Erstellt am
    01.12.2014
  • Geändert am
    30.01.2016