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Wiener Projekt Rondo: Wohnungen mit perfektem Ausblick

Das Rondo ist Bestandteil des städtebaulichen Projekts "Viertel Zwei Plus" in Wien. Es steht für urbanes Leben im Grünen, und die Bewohner können sich auf einen perfekten Ausblick freuen. Das Projektgebiet liegt eingebettet zwischen der Messe Wien, dem neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien, der Trabrennbahn Krieau und dem Ernst-Happel-Stadion.

Die einzelnen Gebäudekonfigurationen, die dem Gesamtprojekt Rondo sein besonderes Aussehen verleihen, sind aus einem städtebaulichen Wettbewerb entstanden, und in dieser Nachbarschaft ist ihnen das Oval als Grundform beinahe in die Wiege gelegt. Rondo wurde vom Atelier Thomas Pucher geplant; Bauträger ist die IC Development GmbH.

Eigene Freifläche für jede Eigentumswohnung

Alle 201 Eigentumswohnungen, die zwischen 50 und 150 m² groß sind, verfügen über eine eigene Freifläche – das bringt nicht nur Licht und Luft für die Bewohner, sondern prägt auch das charakteristische Gesamterscheinungsbild.

Die Lochfassaden der Wohngebäude in den Obergeschossen öffnen sich durch die Anordnung von ca. 61 cm hohen Brüstungen mit aufgesetztem Geländer großzügig zu den davor gelagerten Terrassenflächen, die sich als Ringe in Form von Terrassen, Balkonen oder Loggien um die punktförmigen Gebäude ziehen. Diese Terrassen sind bis zu 93,5 m² groß und stellten sich in der Planung und Ausführung als besonders komplex dar. Es werden gemäß dem nachhaltigen Konzept besondere Anforderungen an den Wärmeschutz gestellt, und dementsprechend müssen Wärmebrücken möglichst komplett vermieden werden. Dazu kommen extrem hohe Lasten, und die Trägerverkleidungen und Sichtschutzelemente stellen teilweise auch Trennelemente zur Nachbarwohnung dar: Mit Holz verkleidet, dienen sie als bereits fix vorhandene Sitzbank. Auch optionale Whirlpools und die resultierenden hohen Wasserlasten mussten in der Bewehrung und den Sonderelementen mitbedacht werden.

Für die wärmebrückenarme Befestigung wurden 2.500 Stück Isokorb ausgewählt. Die Typen S und Q übernehmen gemeinsam das statische Prinzip der aufgehängten Decke: Im Gegensatz zu den normalen aufliegenden Decken wird hier die Kraft nach oben in den Überzug gehängt und in die innenliegenden Wände übertragen.

Jeweils ein Terrassensegment hängt also an zwei starken Konsoltypen und zusätzlichen Isokorb-Elementen, die zur Verformungsreduzierung der Platte angeordnet werden, aber statisch gesehen lediglich sekundär mittragen. Darüber hinaus wurden die Stäbe im Isokorb so angeordnet, dass sie Lücken in der Anschlussbewehrung genau ausfüllten.

Wie bei komplexen und derart groß dimensionierten Bauvorhaben wie dem Rondo üblich, wurde für die Ausführung die Statik nochmals überarbeitet und angepasst. Es kamen z. B. Durchbrüche für Leitungen hinzu oder die notwendige Balkonentwässerung wurde verschoben und die Plattenstärke reduziert. Eine enge und gut funktionierende Abstimmungsarbeit zwischen Baustelle, Statiker, Produktion und ausführendem Unternehmen war daher unumgänglich.

Referenzen

Wien 2 (Leopoldstadt), Wien, Österreich (2017)

  • Über diese
    Datenseite
  • Product-ID
    7499
  • Erstellt am
    08.06.2017
  • Geändert am
    08.06.2017